Nun springt die Migros auf den Elektro-Auto-Zug auf (Es ist vermessen, von einem Auto zu reden).
Mir ist dieser ganze Trend höchst suspekt. Habe ich da was verschlafen?
Fossile Energieträger werden im Kraftwerk verbrannt. Damit wird eine Turbine angetrieben, die elektrische Energie erzeugt. Diese wird überland geleitet (bis zur Steckdose) und durch einen Akku geleitet, den sie auflädt. Im Auto erzeugt dieser Akku Strom, der einen Elektromotor antreibt, und das Auto fährt. Bei jeder Umwandlung geht ein erheblicher Teil der Energie verloren. Wieviel Prozent der ursprünglichen Energie werden da eigentlich genutzt? (Beim hundskommunen Benzin-Auto wird der fossile Energieträger - chemisch raffiniert - im Motor verbrannt und in Bewegungsenergie umgewandelt. Fertig.)
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine Gesamt-Öko-Bilanz für batteriegetriebene Elektroautos besser ist als für die guten alten Benzin-Kisten. Vor allem wenn Herstellung und Entsorgung der Batterien mit eingerechnet wird. Warum fahren eigenlich die elektrischen Eisenbahnen nicht mit Batterie sondern leisten sich den irrsinnigen Aufwand von Oberleitungen?
Manchmal habe ich den Verdacht, dass die Einführung der Elektroautos vor allem auf eins hinausläuft: Atom-Strom.
PS. Dem Leserbriefschreiber Alex Bötschi bin ich dankbar für den Hinweis auf vahle.de. Das könnte in die richtige Richtung weisen.
Mittwoch, 12. Mai 2010
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